Die Konzertkirche Neubrandenburg

Spektakulärer Klang in atemberaubender Kulisse

In Neubrandenburg findest du innerhalb der historischen Stadtmauern kleine Cafés und Geschäfte sowie Restaurants und viele weitere Einkaufsmöglichkeiten. Das Stadtbild ist geprägt von mittelalterlichen Elementen der Backsteingotik, die auf moderne Architektur treffen. Besonders eindrucksvoll wird dieser Kontrast durch die Konzertkirche Neubrandenburg verkörpert.

Die Konzertkirche befindet sich direkt im Zentrum von Neubrandenburg und war früher unter dem Namen Marienkirche bekannt. Mit ihrem Bau wurde kurz nach der Stadtgründung im Jahr 1248 begonnen. Anfangs war die Stadtkirche als zweitürmige Feldstein-Basilika geplant, doch noch während des Baus entschloss man sich dazu hier eine dreischiffige Hallenkirche aus Backstein zu errichten. Die bereits gesetzten Feldsteinelemente wurden teilweise in die Kirche integriert.

Seit ihrer Erbauung fiel die Marienkirche mehreren Bränden und Blitzeinschlägen zum Opfer und musste des Öfteren wieder hergerichtet werden. Was meistens nur notdürftig geschah. Eine umfassende Restaurierung fand erst von 1832 bis 1841 durch F.W. Buttel statt. Knapp 100 Jahre später, nachdem die Kirche ebenso wie 80% der Innenstadt bei einem Feuer zerstört wurde, war von den einstigen Restaurierungsarbeiten nichts mehr zu sehen. Von dem einstigen Glanzstück Neubrandenburgs waren lediglich Fragmente übrig. Was folgte war eine jahrelange Odyssey, um das Wahrzeichen der Stadt wieder aufzubauen. Im Jahr 1975 entschloss sich die Stadt Neubrandenburg dazu die Ruine zu kaufen und im inneren einen Konzertsaal sowie im Dachgeschoss eine Kunstsammlung einzurichten.

Ab 1996 fing man damit an, den von dem finnischen Architekten Prof. Pekka Salminen entworfenen Konzertsaal im Inneren der Backsteinfassade zu integrieren. Es sollten weitere 5 Jahre ins Land ziehen bis das große Eröffnungskonzert 2001 eine neue Area für die Marienkirche, nun besser bekannt als Konzertkirche, einläutete.

Die Außenfassade wurde nahezu detailgetreu wieder hergestellt und beeindruckt durch ihre Opulenz. Wer heute die Konzertkirche betritt befindet sich in einem modernen Konzertsaal, dessen Elemente aus Glas, Stahl, Beton und Holz sich harmonisch in die Kirchenfassade im Stil der Backsteingotik einfügen. Das muss man einfach mit eigenen Augen gesehen haben!

Das Klangerlebnis ist ein akustischer Hochgenuss, was die Konzertkirche Neubrandenburg zu einer festen Instanz bei den Festspielen in Mecklenburg-Vorpommern macht. Besonderes Highlight ist die Königin der Instrumente, eine Konzertorgel mit 70 Registern und 2.852 Pfeifen, die seit 2017 den Konzertsaal mit ihrem unverwechselbaren Klang bereichert. Wenn du in deinem Urlaub die Möglichkeit hast ein Konzert oder ein anderes Event zu besuchen, solltest du die Gelegenheit wahrnehmen. Es lohnt sich! Den aktuellen Veranstaltungsplan findest du hier.

Definitiv einen Besuch wert ist die Dauerausstellung „Wege zur Backsteingotik – In Neubrandenburg zur Wehr und Zier“ im Kirchturm der Marienkirche. Der Kirchturm ist der älteste noch erhaltene Bauteil und gut vom Foyer mit dem Lift zu erreichen. Oben angekommen führen Treppen über die verschiedenen Ebenen der Ausstellung und bringen dich bis in das Oktagon. Hier wird, mit Hilfe von acht synchronisierten Beamern, ein historisches Stadtbild von Neubrandenburg um 1900 an die Wände projiziert und du fühlst dich wie in eine andere Zeit versetzt. Eine achtminütige Multimedia-Show gibt dir einen kleinen Einblick in die Geschichte, Kultur und Besiedlung Neubrandenburgs. Gekrönt wird das Alles von einem fantastischen Ausblick auf die heutige Stadt.
Die Ausstellung ist an veranstaltungs- und probefreien Tagen für Besucher geöffnet.

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