Burg Stargard

Auf historischen Spuren in Burg Stargard

Von Neubrandenburg aus ist es nicht weit bis in die historische Kleinstadt Burg Stargard. Wer sich der Stadt nähert sieht schon von weitem den Burgberg, auf dem die mittelalterliche Burg thront. Die Burg Stargard ist nicht nur Namensgeber der Stadt, sie ist auch die einzige mittelalterliche Höhenburg in Norddeutschland und das älteste weltliche Bauwerk in Mecklenburg-Vorpommern.

Die Burganlage besteht aus einer Hauptburg, in der früher die Herrschaft residierte und einer Vorburg, in der die Burgwache und die Stallungen untergebracht waren. Die Anlage wurde zwischen 1236 und 1260 als Hofburg der Markgrafen von Brandenburg erbaut. Das einstige Prestige-Objekt besteht fast ausschließlich aus dem teuren Baustoff Backstein, was besonders gut den damaligen Stellenwert der Anlage widerspiegelt.

Durch den Markgrafen Otto III. von Brandenburg wurde dem ehemaligen Marktort am Fuß des Burgberges am 11. Januar 1259 das Stadtrecht verliehen. Die dortige Stadtkirche St. Johannis besteht ebenfalls aus Backstein. Was kein Wunder ist, wenn man bedenkt, dass ihr baulicher Ursprung ebenfalls im 13. Jahrhundert liegt und auf das Stadtrecht durch Markgrafen Otto III. von Brandenburg zurückzuführen ist.

Nach einem zumutbaren Aufstieg gelangst du auf den Burgberg und zur Burg-Stargard. Oben angekommen wirkt alles sehr ruhig und beschaulich. Mit etwas Glück siehst du hier sogar die Schafe, die ab und an vor den rot geklinkerten Gebäude der Vorburg grasen. Bevor es für dich durch das untere Tor in die Vorburg geht.

Der Marstall, in dem früher bis zu 60 Pferde und die Burgwache Platz fanden, dient heute als Museum. Besucher bekommen dort einen ausführlichen Einblick in die Burggeschichte und in die Lebensweise der Burgbewohner. Auch das ehemalige Gefangenenhaus, erstrahlt heute in neuem Glanz und bietet mit seinen 14 Zimmer, im mittelalterlichen Ambiente Gästen die Möglichkeit direkt auf der Burg Stargard zu übernachten.

Weiter Richtung Hauptburg kommst du an der Querdielenscheune vorbei und der Duft von Kaffee und frisch gebackenem Kuchen steigt dir in die Nase. In dem ehemaligen Getreidespeicher liegt heute das Gartencafé. Die perfekte Gelegenheit für eine Stärkung zwischendurch, während du den einmalig Blick in den Wurz- & Krautgarten und auf den spätmittelalterlichen Weingarten genießt.

Das obere Tor führt dich zur Hauptburg. Das heutige Haupttor ist bereits das dritte Tor, da das erste Tor vermutlich bei einem Überfall im Jahr 1352 zerstört wurde. Es blieb als Ruine stehen. Das zweite obere Tor wurde nach dem Überfall in die massive Mauer der Hauptburg gebrochen. Nun konnten auch Fuhrwerke die Hauptburg passieren. Das war bei dem schmaleren ersten oberen Tor nicht möglich.

Bereits im Jahr 1500 genügte auch diese Tor nicht mehr den Anforderungen, der damaligen Landesherren und wurde nahezu komplett verschlossen. Das dritte obere Tor wurde als Tor-Turm im Stil der Renaissance erbaut. Im Jahr 1792 wurde der Tor-Turm bei einem Blitzeinschlag zerstört und blieb als Ruine stehen, die noch heute gut zu erkennen ist.

Auch die Hauptburg mit Bergfried, das Krumme Haus sowie das alte Münzhaus sind nahezu unverändert erhalten und geben einen einmaligen Einblick in die Architektur des 13. Jahrhunderts. Burg Stargard ist somit ein Juwel des Mittelalters, das über viele Jahre liebevoll restauriert wurde.

Überall wimmelt es von historischen Details und versteckten Gängen, die dich in den umliegenden Burg-Park und auf die große Streuobstwiese führen.
Auf Burg-Stargard erlebst du Geschichte zum Anfassen, dass solltest du dir nicht entgehen lassen!

Der Bergfried auf Burg Stargard
Museum auf der Burg Stargard Aussenansicht
Schafe vor der Burg Stargard
Steuobstwiese hinter der Burg
Querdielenscheune auf Burg Stargard
Sitzbank im Burg-Park
Geheimgang von der oberen Burg in den Garten

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